reCAMPAIGN-ARCHIV

Strategien für die digitale Zivilgesellschaft

Vom User zum Jedi: Spielerische Mobilisierung bei der Kampagne „VW Dark Side“

Konferenz:  reCampaign 2012
Sprecher/in: Benjamin Borgerding

Der Begriff „Gamification“ ist derzeit in aller Munde. Doch handelt es sich dabei um mehr als nur ein neues Modewort? Wie kann man es tatsächlich schaffen, den Spieltrieb der Leute zu kitzeln, ohne dabei Inhalte aus dem Auge zu verlieren? Was kann man mit der spielerischen Mobilisierung im Web erreichen und was nicht (Stichwort: Clicktivism)? Wie lässt sich die Konzeption und Umsetzung von Gamification-Elementen für NGO-Kampagnen erfolgreich umsetzen? Anhand des Beispiels der „Dark Side“-Kampagne, mit der Greenpeace den Autohersteller Volkswagen zu mehr Engagement beim Klimaschutz bringen will, möchte ich diese Fragen (und noch ein paar mehr) einer Beantwortung näher bringen!

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veröffentlicht am 20. Juli 2012


Die 10 größten rechtlichen Schlaglöcher einer NGO-Onlinekampagne

Konferenz:  reCampaign 2012
Sprecher/in: Dr. Jochen Notholt

Im Workshop besprechen wir die 10 gröbsten Fehler, die NGO bei der Planung und Umsetzung von Online-Kampagnen vermeiden sollten. Der rechtliche „Rundumschlag“ umfasst die Bereiche Datenschutz, Medienrecht und das Recht des geistigen Eigentums. Wir diskutieren zum Beispiel, wie man als NGO mit rechtlich geschützten Inhalten im Web 2.0 umgeht und wie man seine Online-Angebote so kennzeichnet wie es das Gesetz verlangt. Wir klären, wie man richtig mit den persönlichen Daten seiner Nutzer umgeht, und warum die Nutzung von Facebook unter diesem Aspekt gefährlich ist. Schließlich besprechen wir, was NGO bei Aktionen im öffentlichen Raum beachten müssen.

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veröffentlicht am 20. Juli 2012


Best Practice Political eCampaigning

Konferenz:  reCampaign 2012
Sprecher/in: Paula Hannemann, Graham Covington

Two Stories from Engaging Networks:

Story 1: Leadnow.ca – a cross-issue campaigning success in Canada:

Leadnow.ca was founded in 2011 as a Canadian progressive cross-issue campaigning organisation. They are modeled after groups like Avaaz, Get Up, and 38 Degrees. In just one year their community of activists has grown from 2,000 to over 100,000. They have had an impact on several important federal policies. What have been their successes, and what have they tried that didn’t turn out as they had expected?

Story 2: Greenpeace UK has a new approach to convincing campaigners to donate:

Greenpeace UK is one of the world’s best known activist organisations, but they need to reply on supporters for funding like everybody else. In a recent experiment, Greenpeace UK tried a new approach to convincing supporters to make a donation immediately after taking an advocacy action. How does this story end?

Story 3: WWF – saving the rainforest, using Engaging Networks:

Der WWF zeigt am Beispiel der weltweiten Kampagne gegen das brasilianische Waldgesetz (“Forest Code”) wie Menschen in über 100 Ländern aktiviert und mobilisiert wurden: Vom einfachen fb-like über eine weltweite Hash-Tag-Kampagne und die Direct-Mail-Action an die Präsidentin Dilma Rousseff bis hin zu Protestaktionen vor Brasilianischen Botschaften. Kampagne gewonnen? Der Countdown läuft aktuell!


veröffentlicht am 20. Juli 2012


Echt interaktiv – Datenjournalistische Methoden für ÖA und Campaigning

Konferenz:  reCampaign 2012
Sprecher/in: Lorenz Matzat

Viele NGO sitzen auf Unmengen von Daten: Messwerte, Studien usw. usf. Diese bislang meist ungehobenen Schätze lassen sich großartig für Kampagnenarbeit einsetzen. Datengeschichten, so zeigen interaktive Anwendungen bei Zeitungen, stoßen auf großes Interesse. Weil sie Besucher involvieren, neue Formen der inhaltlichen Auseinandersetzung mit einer Thematik erlauben und Zusammenhängen sichtbar machen können.


veröffentlicht am 20. Juli 2012


Von SOPA bis ACTA

Konferenz:  reCampaign 2012
Sprecher/in: Markus Beckedahl

Wie der Copyright-War eskalierte, die Wikipedia augseschaltet wurde und hunderttausende auf die Straße trieb.
Mitte Januar ging die englischsprachige Wikipedia in den USA für einen Tag offline. Damit sollte ein Zeichen gesetzt werden gegen aktuelle US-Gesetzgebungen namens PIPA und SOPA, die erhebliche Auswirkungen auf den digitalen Raum gehabt hätten. In den USA mobilisierte ein riesiges Netzwerk aus zivilgesellschaftlichen Organisationen und Unternehmen wie Google erfolgreich gegen die Gesetzesvorhaben und setzte dabei fast ausschließlich auf das Netz. Kurze Zeit später hüpften in Polen tausende Menschen bei Minustemperaturen auf der Straße, um gegen ACTA zu demonstrieren. Was ist ACTA fragten sich viele und ein jahrelang hinter verschlossenen Türen diskutiertes internationales Handelsabkommen kam zum Vorschein, was bis dahin nur wenige interessiert hatte. Das Interesse wurde schnell größer, spätestens als am 11. Februar alleine in Deutschland rund 100.000 vor allem junge Menschen in über 60 Städten auf die Straße gingen, um gegen ACTA und für eine Reform des Urheberrechts zu demonstrieren. Eine neu entstandende europäische Öffentlichkeit setzt auf das Netz und löste ein kleines politisches Erdbeben aus.
Der Vortrag soll einen Einblick in die Prozesse geben und die Unterschiede zwischen den Protesten in den USA und in der EU herausarbeiten. Vor allem soll aufgezeigt werden, welche Mechanismen in diesem Fall genutzt wurden, warum die Proteste trotz einer Ad-Hoc-Vernetzung so erfolgreich wurden und was man daraus lernen kann.

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veröffentlicht am 20. Juli 2012